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„Die langfristige Gesundheit Europas ist wichtig für die gesamte Welt“, sagte der Chef der größten US-Bank, gemessen am Börsenwert, im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Deshalb bin ich besorgt über alles, was einen Riss verursachen könnte, vor allem in der Währungsunion.“ Neben dem Brexit bezeichnete Dimon die Lage in Italien als einen möglichen „Riss“ in Europa.

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Wenn die Situation eskaliere, sei das auch eine Gefahr für das Bankensystem: „Die Banken vor Ort können schlicht nicht stabil sein, wenn die Regierung ihres Landes nicht stabil ist. Wenn die Staatsschulden ihres Landes nichts wert sind, dann werden es die Banken nicht schaffen.“

Der Haushaltsstreit der Europäischen Union mit Italien hat an den Finanzmärkten zuletzt die Furcht vor einer neuen Staatsschuldenkrise geschürt. Der Plan, das Etatdefizit im Jahr 2019 auf 2,4 Prozent zu erhöhen, hat die Anleiherenditen des Landes nach oben schießen lassen – auf mittlerweile 3,4 Prozent.

Die italienischen Banken leiden schon jetzt an den Folgen dieser steigenden Anleiherenditen. Für den Bankenexperten Marcello Messori von der Wirtschaftsuniversität Luiss sind die hohen Bestände an Staatsanleihen selbst im Vergleich zu den faulen Krediten, auf denen viele italienische Banken noch sitzen, „das schwerwiegendere Problem“. Italiens Regierung erwägt daher bereits Rettungsmaßnahmen für die besonders gefährdeten Geldhäuser.

Die Krawatte hat Jamie Dimon gar nicht erst umgebunden. Er habe bis eben Jeans getragen und sich für das Interview schnell noch eine Anzughose angezogen, sagt der Chef von JP Morgan, als er das Handelsblatt im Berliner Adlon-Hotel begrüßt. Der Banker gibt sich entspannt, dabei geht es bei seinem Besuch in der Hauptstadt um ernste Themen. Jedes Jahr lädt die größte US-Bank nach Börsenwert ihr internationales Beratergremium in eine Stadt außerhalb der USA. Diesmal diskutierte Dimon in Berlin mit Größen wie dem einstigen US-Außenminister Henry Kissinger, dem früheren britischen Premier Tony Blair und Siemens-Chef Joe Kaeser über globale Trends. Ganz oben auf der übervollen Agenda: die fragile wirtschaftliche und politische Lage Europas.

Herr Dimon, wir treffen Sie hier in Berlin, im Herzen Europas. Wie beunruhigt sind Sie über die derzeitige Lage auf dem Kontinent?
Die langfristige Gesundheit Europas ist wichtig für die gesamte Welt. Deshalb bin ich besorgt über alles, was einen Riss verursachen könnte, vor allem in der Währungsunion. Im Moment gibt es zwei mögliche Risse in Europa: Der erste ist der Brexit, der negative Folgen haben könnte, die immer noch nicht gut genug verstanden werden. Und der zweite ist die schwierige Situation in Italien.

Könnte Italien eine schwere Krise in Europa auslösen?
Ich sage sie nicht voraus, und ich weiß nicht, ob die Wahrscheinlichkeit bei zwei oder bei 20 Prozent liegt. Aber ja, das könnte passieren. Es gab in der jüngsten Vergangenheit viele politische Probleme, die nicht gut gelöst wurden, und dies ist eines davon.

Nach der Lehman-Pleite wurde das Schlimmste verhindert. Der nächste Crash droht jederzeit – und kaum jemand wird so viel Verantwortung übernehmen wie damals.

Ein Großteil der Staatsschulden wird von Banken gehalten. Kann dies ein systemisches Risiko für den Bankensektor werden?
Die Banken vor Ort können schlicht nicht stabil sein, wenn die Regierung ihres Landes nicht stabil ist. Wenn die Staatsschulden ihres Landes nichts wert sind, dann werden es die Banken nicht schaffen. Dieses Verhältnis ist enger, als viele Leute glauben.

Sowohl in Europa als auch in den USA haben wir in den vergangenen Wochen gleich mehrere Ausverkäufe an den Märkten gesehen. Ist das das Ende des Bullenmarktes?
Das kann man nie mit Sicherheit sagen. Aber auf lange Sicht macht mir das nicht allzu große Sorgen. Die Wirtschaft in den USA ist immer noch stark, auch die weltweite Wirtschaftslage ist noch ziemlich gut.

Die Märkte scheinen jedoch zu glauben, wir hätten den Höhepunkt erreicht.
In den USA sehe ich derzeit nichts, was die Wirtschaft unmittelbar entgleisen lassen könnte. Das Wachstum ist breit angelegt und stark. Verbraucher und Unternehmen sind in guter Verfassung. Aber es gibt natürlich einige geopolitische Faktoren, die auf die Stimmung drücken. Viele glauben nun, dass die nächste Rezession viel früher kommt als bislang gedacht, also preisen sie das ein. Sie glauben, wir seien nahe den Höchstständen, daher sollte man darauf vorbereitet sein, auch wenn die Wirtschaft erst 2020 aufhört zu wachsen.

Glauben Sie persönlich, dass wir bald in eine Rezession rutschen werden?
Ich glaube nicht, dass es einen Abschwung geben muss, nur weil es eine lange Erholung gegeben hat. Die Stimmung vor Ort ist eigentlich ziemlich gut, trotz des geopolitischen Lärms. Aus meiner Sicht sind es zwei Entwicklungen, die derzeit die weltweiten Turbulenzen hervorrufen. Die erste ist der Handelsstreit. Der ist bislang noch kein wesentlicher Faktor, könnte es aber bald werden. Und die zweite sind die Umkehr der lockeren Geldpolitik und die steigenden Zinsen in den USA.

Wie gefährlich sind steigende Zinsen für die Wirtschaft?
Es ist wichtiger, zu verstehen, warum sie steigen, als nur darauf zu schauen, um wie viel. Wenn die US-Wirtschaft weiter um 3,5 Prozent wächst, die Zinsen weiter steigen und die Inflation bei zwei Prozent bleibt, dann ist das sehr gut für alle. Wenn die Inflation auf drei und die Zinsen auf vier Prozent steigen und sich dadurch das Wachstum verlangsamt, dann ist das schlecht für alle.

Ökonomen warnen, dass die Welt zu verschuldet ist und die nächste Rezession daher schlimmer werden könnte. Schließlich bleibt den Notenbanken nicht viel Spielraum. Wie sehen Sie das?
Als Risikomanager bereitet einem das natürlich Sorgen. Andere Risiken wurden dagegen abgebaut: Banken sind deutlich sicherer, genauso wie das gesamte Finanzsystem. Aber die Schulden sind ein zusätzliches Risiko. Im Zweifel neigen die Regierungen aber dazu, das zu tun, was sie tun müssen. So wie damals, als Ben Bernanke, der damalige Chef der US-Notenbank, über Helikoptergeld sprach.

Jamie Dimon ist seit Anfang 2006 Chef von JP Morgan, nachdem er zuvor bereits zwei Jahre Mitglied des Topmanagements war. Er hat nicht nur die Finanzkrise im Amt überstanden, sondern auch milliardenschwere Strafzahlungen seiner Bank als Folge dieser Krise und anderer Skandale. Von 2000 bis 2004 war Dimon Chef der Bank One, die 2004 mit JP Morgan fusionierte.

Der 62-Jährige ist in New York geboren, seine Familie ist aus Griechenland eingewandert. Er hat drei Töchter. Politisch hat er sich als Anhänger der Demokraten bezeichnet. Er vertritt seine Meinung in der Öffentlichkeit in der Regel sehr selbstbewusst.

Glauben Sie, dass das nach einer neuen Finanzkrise eine Option wäre?
Es gibt ja auch andere Werkzeuge. Fiskalpolitik, zum Beispiel, oder die sogenannte Forward Guidance …

… mit der Zentralbanken kommunizieren, wie sie ihre Geldpolitik in Zukunft gestalten werden.
Die Menschheit war bislang ziemlich gut darin, ihren Weg durch Krisen zu finden.

Könnte die nächste Rezession schlimmer sein als die letzte?
Rezessionen kommen alle fünf bis zehn Jahre vor. Aber es muss nicht jedes Mal gleich zu einer Finanzkrise führen. Die einzigen Finanzkrisen, die wir hatten, waren 2008 und in den 30er Jahren während der Großen Depression. Und mit Finanzkrise meine ich, dass die Kreditvergabe zum Erliegen kommt und Unternehmen Leute entlassen müssen. Bei allen anderen Rezessionen war es andersherum: Die Notenbank hebt die Zinsen an, es gibt zu viel Inflation, die Stimmung verschlechtert sich, Leute verkaufen ihre Aktien, die Arbeitslosigkeit steigt. Dann sinkt die Inflation wieder, und alles fängt von vorne an. Ich hoffe, dass in 100 Jahren die Leute auf die heutige Zeit so zurückschauen werden wie wir auf den Aderlass.

Sie beziehen sich auf ein viele Jahrhunderte altes Heilverfahren. Befinden wir uns derzeit also in mittelalterlichen Zeiten der Bankenregulierung?
Nicht wirklich. Aber wir müssen erkennen, dass unsere gesamte Finanzarchitektur brandneu ist. Von den Lehren, die wir aus der Finanzkrise gezogen haben, werden wir noch 100 Jahre lang profitieren.

Glauben Sie, dass wir nach der Finanzkrise jetzt zu einem normaleren Zyklus zurückkehren?
Das könnte sein. Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit ist höher, eine normalere Rezession zu bekommen, die von steigenden Zinsen und höherer Inflation ausgelöst wird. Ich hoffe, dass das keine neue Finanzkrise auslöst, denn diese werden in der Regel von Leuten geschaffen, die ihr Geld abziehen und sich weigern, irgendetwas zu kaufen, egal zu welchem Preis.

Weil sie das Vertrauen in Banken verloren haben!
Ja, zum Teil. Ich spreche nicht von Einzelpersonen. Ich spreche über Profis und Investment-Komitees, die über Jahre gut funktioniert haben. Während der Finanzkrise habe ich sie ständig gescholten. Ich habe ihnen gesagt: Leute, ihr verkauft doch nur, weil ihr Angst habt. Und später kauft ihr alles wieder zurück, wenn es 50 Prozent mehr kostet. Und so in etwa ist es auch passiert.

Noch nie war der Unterschied zwischen den Renditen in den USA und der Euro-Zone so groß. Je länger das Ungleichgewicht an den Anleihemärkten anhält, desto größer die Risiken für das Finanzsystem.

Nach der Krise haben sich die Regierungen weltweit zusammengesetzt, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Würde das in Zeiten populistischer Regierungen wieder gelingen?
Sie sprechen da einen sehr guten Punkt an. Diese Frage steht weit oben auf meiner Liste der Dinge, die mir zunehmend Sorgen bereiten. Ich glaube schon, dass die Regierungen beim nächsten Mal wieder gemeinsam nach Lösungen suchen werden. Aber es könnte schwieriger werden, wenn man sich den zunehmenden Populismus anschaut. Die Notenbanken haben auch nicht mehr die gleiche Anzahl an Werkzeugen zur Verfügung wie damals.

Eine Altlast der Finanzkrise ist der immer noch schwierige Zustand der europäischen Finanzbranche. Wann, glauben Sie, werden Europas Banken zu alter Stärke zurückkehren?
Was Europa braucht, ist eine gemeinsame Einlagensicherung. Und die EU wird ihren Banken erlauben müssen, über Ländergrenzen hinweg zu wachsen, damit die Institute wieder größer werden. Davon würde auch die Wirtschaft profitieren.

Eine europäische Bankenkonsolidierung wäre also der richtige Schritt?
Wenn die Konsolidierung richtig gemacht wird, dann ja. Wenn sie zu mehr Diversifizierung führt, ist das gut. Wenn Banken ihre Margen verbessern und ihren Kunden bessere Produkte anbieten können, dann ist das ebenfalls gut. Aber es reicht nicht, sich zusammenzuschließen, nur um größer zu werden.

Will JP Morgan bei Übernahmen in Europa mitmischen?
Nein.

Warum nicht?
Wir können in den meisten Geschäftsfeldern hier organisch wachsen, wir müssen nur mehr Leute einstellen. Das ist natürlich manchmal der schwierigere Weg, aber auch der gesündere. So behalten wir unsere Kultur und unsere Art und Weise, Dinge anzugehen.

Mit einer Marktkapitalisierung von unter 18 Milliarden Euro wäre die Deutsche Bank aber ziemlich günstig zu haben. Das wäre weniger als drei Viertel Ihres Nettogewinns.
Das würde für uns keinen Sinn ergeben. Vergessen Sie nicht, dass US-Regulierer am Ende darüber entscheiden, ob man eine große, komplexe Transaktion machen kann. Außerdem: Wenn man ein Unternehmen kauft, nur um zu konsolidieren, dann ist das fast unmöglich ohne den Patienten dabei zu töten. Man müsste Milliarden ausgeben, um Systeme zu vereinen, viele der Mitarbeiter sprechen ohnehin mit den gleichen Kunden … und so weiter.

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hat die US-Regierung versucht, große Banken zu fusionieren. Und bei Deals, die größer und komplexer waren als Bear Stearns und Washington Mutual haben wir gesagt: auf keinen Fall. Wir hätten es einfach nicht erfolgreich durchziehen können.

Würde nicht das gleiche Argument für die Konsolidierung in Europa gelten?
Nein, denn dort kann man Diversifizierung nach Ländern, Arten von Krediten, Kunden und Geschäftsfeldern erreichen. Und man könnte wahre Skaleneffekte erzielen. Wenn Sie 1 000 Filialen hier haben, die auf den gleichen Systemen wie 1 000 Filialen in einem anderen Land laufen können, dann können Sie wahrscheinlich 30 Prozent an Fixkosten sparen.

Im Zeitalter der Digitalisierung und der Plattformen spielt Größe eine immer wichtigere Rolle. Wird JP Morgen auch noch größer werden?
Die Antwort lautet ja, das ist einfach wirtschaftlicher. Das ist auch besser für den Kunden.

Wieso?
Weil sie mehr Dienstleistungen erhalten, und das schneller und billiger. Für unsere US-Kunden haben wir zum Beispiel gerade kostenloses Handeln von Aktien eingeführt.

Aber das heißt auch, dass wir künftig weniger Banken haben werden?
Warum nicht. Die USA und Deutschland sind ziemlich einzigartig darin, so viele Banken zu haben. In den USA ist die Zahl der Institute in den vergangenen 50 Jahren von 50 000 auf 6 000 gesunken. Und in 50 Jahren werden wir vielleicht noch 2 000 haben. Viele andere Länder haben nur fünf oder sechs große Banken. Schauen Sie sich nur einmal Frankreich, Großbritannien, Australien, Kanada, Japan und China an. Es ist ein großes, komplexes Geschäft. Der Grund, warum Deutschland und die USA anders sind, sind die Gesetze. In den USA durften Banken lange Zeit keine Geschäfte über Bundesstaatsgrenzen hinweg machen. Und als diese Gesetze geändert wurden, begann eine Konsolidierung. Eines Tages wird Deutschland vermutlich auch seine Gesetze ändern, um ein effizienteres Bankensystem zu ermöglichen.

Was zu weniger Wettbewerb führen würde und zu schlechteren Konditionen für die Kunden.
Das sehe ich nicht so. Auch wenn man nur ein paar wenige Akteure hat, gibt es immer noch großen Wettbewerb. In einigen Branchen gibt es sogar nur zwei Anbieter, und sie stehen trotzdem in Konkurrenz zueinander. Boeing und Airbus zum Beispiel.

Aber das Risiko wäre konzentrierter. Auf der Liste der Banken mit dem höchsten Systemrisiko steht JP Morgan jetzt schon auf Platz eins.
Sie dürfen nicht vergessen, dass diese Berechnung nicht Dinge berücksichtigt wie Diversifizierung oder Ertragskraft im Falle einer Krise.

Sie wollen uns also sagen, dass JP Morgan keine riskante Bank ist?
JP Morgan war in der Finanzkrise nicht auf Hilfe von der Regierung angewiesen, musste sie jedoch annehmen, weil das Finanzministerium uns darum gebeten hatte. Wir haben die Stresstests mit Bravour bestanden. Und das wird auch für die nächsten Stresstests der Fall sein. Ich glaube, dass man die Sache aus mehreren Perspektiven betrachten kann. Größe ist schlecht, wenn man ein einziger, taumelnder Riese ist. Aber wenn man der Fels von Gibraltar ist, ist das nicht gerade ein Desaster. Lassen Sie mich klar sagen: Ich bin nicht gegen Regulierung. Aufseher müssen sicherstellen, dass Unternehmen keine systemischen Risiken schaffen. Ich glaube an gute, starke Regulierung.

Aber wichtig ist festzuhalten, dass Banken durch die Digitalisierung noch größer werden.
Das gilt auch für Autokonzerne, Pharmafirmen und viele andere. Banken sind da nicht die einzigen.

Heute müssen Banken Technologieunternehmen sein. Wird das auch andersherum gelten? Werden Technologiekonzerne zu Banken werden?
Einige von ihnen steigen bereits ins Bankgeschäft ein. Sie werden aber unter keinen Umständen Bank-Holding-Unternehmen werden. Im Markt für Zahlungsverkehr sind sie jedoch schon sehr aktiv, wie wir es beispielsweise bei Venmo und Paypal sehen. Und es wird sicher Banken geben, die für sie im Hintergrund Dienstleistungen anbieten werden.

Aber nicht JP Morgan?
Nein. Wir würden diese Dinge nicht für die Kunden eines anderen Unternehmens bauen, ohne dass die Kunden wissen, dass wir dahinter stehen. Einige Institute können damit sicherlich ein gutes Geschäft machen. Es ist nur nicht mein Ding.

Es gab Gerüchte, wonach Sie mit Amazon an einem gemeinsamen Girokonto arbeiten. Hat das zu einem Ergebnis geführt?
Dazu sagen wir nichts. Aber ich würde mit jedem sprechen, ich habe keine Angst davor, Ideen zu teilen. Dafür reisen wir um die Welt. Wir sprechen nicht nur mit US-Technologieunternehmen. Es gibt viele spannende Dinge, die in der Welt passieren.

Im Gespräch

Dimon diskutiert mit dem Leiter der Finanzzeitung, Daniel Schäfer, und US-Korrespondentin Astrid Dörner.

Bild: Marko Priske für Handelsblatt

Mit der Digitalisierung kommt die Sorge, dass man nicht mehr so viele Banker braucht.
Man wird auch weiterhin smarte Beratung und gute Produkte brauchen. Nur die Art und Weise, wie sie erbracht werden, wird sich offensichtlich ändern. Das verändert sich aber schon mein ganzes Leben lang. Werden wir künftig weniger Callcenter brauchen? Absolut.

Schulen Sie Leute um, die Sie nicht mehr brauchen?
So weit das geht, ja. Und oft ist es in der Tat möglich, dass diese Mitarbeiter etwas anderes machen. Oder wir schaffen mehr Geschäftsmöglichkeiten für sie. Wenn der Roboter 50 Prozent der Anrufe übernimmt, können in den anderen Gesprächen mehr Umsätze gemacht und bessere Dienstleistungen angeboten werden. Wir denken schon darüber nach, aber es bereitet mir keine Sorgen. Wir werden sicherlich auf intelligente Weise für unsere Mitarbeiter sorgen.

John Cryan, der frühere Chef der Deutschen Bank, hat einmal gesagt, dass Banken 50 Prozent weniger Leute benötigen werden. Stimmen Sie dem zu?
Ich glaube, dass das sicherlich für einige Bereiche zutrifft. Aber nicht für Banker, die Unternehmen covern, oder Privatbanker, die Kunden betreuen, oder Hypothekenberater. Es kann gut sein, dass die Zahl unserer Mitarbeiter gleich bleibt, nur was die Leute machen, wird sich ändern.

Was passiert, wenn die Veränderungen zu schnell sind und sich die Leute nicht anpassen können?
Das ist sicherlich ein Risiko. Wenn viele Leute, die 70.000 Dollar im Jahr verdienen, arbeitslos werden und nur Jobs finden, die 25 000 Dollar im Jahr zahlen, müssen Regierungen und Unternehmen etwas dagegen tun. Man müsste Dinge wie Einkommens- und Rentenhilfen einführen, damit die Leute geschützt sind. Das ist besser für die Gesellschaft.

Ist das eine Lehre aus der Finanzkrise, in der das in den USA nicht wirklich geschehen ist?
In einigen Bereichen haben wir als Land nicht gerade einen guten Job gemacht, das stimmt. Amerika ist immer noch die wohlhabendste Volkswirtschaft der Erde, aber ich habe schon vor einiger Zeit eine Liste mit Dingen gemacht, die nicht gut gelaufen sind.

Was steht noch auf der Liste?
Berufsausbildung, Berufsschulen und Weiterbildungsprogramme. Wir hatten ein Steuersystem, das nicht wettbewerbsfähig war. Wir haben zu viele Straftäter, die keine Arbeit finden können. Unser Gerichtssystem wird immer willkürlicher. Und all das ist schlecht für das Wachstum. Was wiederum schlecht ist für Einkommen und Arbeitsplätze. Aber ich glaube schon, dass es Wege gibt, um Dinge zu verbessern.

Zum Beispiel?
Negative Einkommensteuern könnten Leuten helfen, die wenig verdienen. Das könnte ein effektiverer Weg sein, als einfach den Mindestlohn anzuheben. Wenn Sie eine alleinerziehende Mutter sind, die 14 000 Dollar im Jahr verdient, dann gibt Ihnen die Regierung 6000 Dollar. Ich denke, dass solche Programme ausgeweitet werden sollen.

Sie haben sich auch mit Amazon und Berkshire Hathaway zusammengetan, um Ihren Mitarbeitern bessere Gesundheitsversorgung zu bieten.
Die USA geben fast 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für das Gesundheitswesen aus. Bei Ihnen in Deutschland ist es deutlich weniger. Und unsere Ergebnisse sind noch nicht einmal besser als Ihre. Es gibt also riesige Schwachstellen. Die will ich jetzt nicht alle aufzählen, aber ich sage den Leuten immer, dass Unternehmen mehr tun können, um zu helfen. Nicht nur bei der Gesundheitsversorgung

Wo noch?
Unternehmen haben eine gute Ausgangslage, Leute dafür auszubilden, dabei zu helfen, erschwinglichen Wohnraum zu schaffen und Städten zu zeigen, wie sie ihre Wirtschaft ausbauen können. Ich war gerade in Glasgow. Die Arbeitslosenquote liegt dort bei 3,5 Prozent. Die Stadt hat sich zu einem Tech-Zentrum entwickelt, aber vor vier Jahren gab es das in diesem Maße noch nicht.

Jetzt, wo der frühere Goldman-Sachs-Chef Blankfein in Rente ist, sind Sie der am längsten amtierende CEO einer US-Bank. Wie fühlt es sich an, unangefochtener König der Wall Street zu sein?
So einen Begriff würde ich nie benutzen. Aber ich bin sehr stolz auf mein Unternehmen. Sicher, wir machen Fehler wie andere auch. Aber wir haben auf der ganzen Welt großartige Dinge geleistet, und ich bin dankbar, dass wir die Krise überlebt haben und anderen geholfen haben zu überleben.

JP Morgans Finanzchefin hat gute Chancen auf den CEO-Posten bei der US-Bank. Im Rennen um Jamie Dimons Nachfolge ist ihr Alter ein echter Vorteil.

Sie haben angekündigt, noch fünf Jahre im Amt zu bleiben. Wie sieht Ihre Nachfolgeplanung aus?
Mit Daniel Pinto und Gordon Smith haben wir ausgezeichnete Co-Präsidenten ernannt. Und es gibt weitere mögliche Nachfolger unter den Leuten, die direkt an mich berichten. Wenn ich morgen von einem Bus überfahren werde, ist alles geregelt, und in fünf Jahren wird auch alles geregelt sein. Es muss nicht zwingend derselbe Kandidat wie heute sein, denn die Dinge ändern sich ständig.

JP Morgan hat auch einige Frauen im Topmanagement, die als Nachfolgerinnen infrage kämen.
Die Hälfte der Manager, die an mich berichten, ist weiblich. Wir haben auch eine Frau, die hier in Deutschland die Geschäfte führt, Dorothee Blessing.

Anderen Banken ist das bisher nicht gelungen. Wie kommt das? Selbst Lloyd Blankfein musste zugeben, dass es keine einzige Frau bei Goldman gab, die für den Chefposten infrage kam.
Es ist eine ganze Reihe von Dingen, die wichtig sind. Man muss ein Umfeld schaffen, in dem sich jeder, der durch die Eingangstür geht, fair und gleich behandelt fühlt. Es ist auch wichtig, dass Frauen in den Ausschüssen für Vergütung und Beförderung sitzen. Viele Frauen in Toppositionen zu haben hilft auch dabei, andere Frauen anzuspornen. Wir sind sehr stolz darauf, aber wir sind sicherlich nicht perfekt. Wir sollten mehr Frauen haben, die in unserer Bank arbeiten.

Haben Sie schon über Ihre Zeit nach JP Morgan nachgedacht?
Ich werde sicher kein anderes großes Unternehmen leiten. Aber ich werde auch nicht einfach in Rente gehen und Golf spielen. Ich werde in der Wirtschaft aktiv bleiben. Wahrscheinlich werde ich ein Aufsichtsratsmandat übernehmen und ein karitatives Projekt. Ich würde gern unterrichten. Und ich werde wahrscheinlich ein Buch schreiben.

Sie sind bekannt dafür, eine starke öffentliche Meinung zu haben. Sie haben die US-Regierung kritisiert, und Sie waren einer der ersten CEOs, die ihre Reise nach Saudi-Arabien zum „Davos der Wüste“ abgesagt haben. Müssen CEOs in diesen unsicheren Zeiten mehr Farbe bekennen?
Ein Verwaltungsrat sagt dem CEO oft, dass das nicht sein Job ist. Und man will sich oder das Unternehmen ja auch nicht zur Zielscheibe machen. Aber ich denke, dass Unternehmen mehr dazu gedrängt werden, Position zu beziehen. Daher diskutieren wir das zunehmend mit unserem Verwaltungsrat. Wir haben beispielsweise unsere Meinung nach den Angriffen in Charlottesville und in der Einwanderungsdebatte klar geäußert.

Herr Dimon, vielen Dank für das Interview.

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